Als ich vor einigen Jahren das erste Mal von Professor Matthias Korell und seinem Team im Brustzentrum hörte, war ich skeptisch. Ein weiteres Zentrum, das "ganzheitliche" Versorgung verspricht – das hatte ich schon oft gehört. Aber dann saß ich im Wartezimmer, sprach mit Patientinnen und hörte Geschichten, die mich eines Besseren belehrten. Es ging nicht nur um medizinische Spitzenleistung, sondern um etwas, das in der Onkologie viel zu selten vorkommt: echte, individuelle Begleitung. Und genau das will ich heute mit dir teilen.
Wichtige Erkenntnisse
- Professor Korells Zentrum kombiniert hochspezialisierte Chirurgie mit einem psychosozialen Netzwerk, das weit über das Übliche hinausgeht
- Die "Second Opinion"-Sprechstunde ist kein Standard – hier wird sie aktiv als Qualitätsinstrument genutzt, nicht als Alibi
- Patientinnen erhalten Zugang zu laufenden klinischen Studien, oft Jahre bevor Therapien in der Regelversorgung ankommen
- Das Zentrum setzt auf interdisziplinäre Fallkonferenzen, die jede einzelne Patientin betreffen – nicht nur die komplizierten Fälle
- Die Nachsorge ist kein Anhängsel, sondern ein strukturiertes Programm mit festen Ansprechpartnern über Jahre hinweg
Was macht das Brustzentrum wirklich anders?
Ich habe in den letzten Jahren viele Kliniken besucht und mit Onkologen gesprochen. Das Problem ist meistens nicht die medizinische Kompetenz – die ist in Deutschland ohnehin hoch. Das Problem ist die Fragmentierung. Eine Patientin bekommt ihre Diagnose im Krankenhaus A, die OP in Klinik B, die Strahlentherapie in Praxis C, und die Nachsorge macht der Hausarzt D. Keiner spricht richtig miteinander.
Professor Korell hat das offenbar genauso gesehen. Sein Ansatz: Alles unter einem Dach – aber nicht im Sinne eines riesigen Gebäudekomplexes, sondern als strukturiertes Netzwerk mit festen Ansprechpartnern. Jede Patientin bekommt eine Lotsin, die sie durch den gesamten Behandlungsprozess begleitet. Klingt banal, ist aber in der Praxis ein Riesenunterschied.
Ich habe mir die Zahlen angesehen: Über 80 % der Patientinnen des Zentrums bewerten die Koordination zwischen den Fachabteilungen als "sehr gut" oder "hervorragend" – das ist fast das Doppelte des Bundesdurchschnitts. Und das liegt nicht an überdurchschnittlich netten Ärzten, sondern an einem System, das funktioniert.
Der Unterschied zu anderen Zentren
Viele Kliniken werben mit "interdisziplinären Teams". In der Praxis heißt das oft: Einmal pro Woche sitzen fünf Ärzte zusammen und besprechen die kompliziertesten Fälle. Im Brustzentrum von Professor Korell ist das anders: Jede Patientin wird in einer Tumorkonferenz vorgestellt – nicht nur die, bei denen etwas schief läuft. Das bedeutet, dass auch vermeintlich "einfache" Fälle von mehreren Fachleuten beurteilt werden.
Und dann die Zeit: Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin für eine Zweitmeinung liegt bei unter fünf Werktagen. Das habe ich in dieser Form selten gesehen. In vielen Ballungsräumen wartet man drei bis vier Wochen auf einen Facharzttermin – und dann oft nur für ein 10-Minuten-Gespräch. Hier nicht.
Die einzigartigen Dienstleistungen im Detail
Ich will jetzt nicht einfach eine Liste von Leistungen runterbeten. Stattdessen konzentriere ich mich auf die drei Angebote, die mich persönlich am meisten überzeugt haben – weil sie zeigen, wie weit das Zentrum denkt.
Die onkoplastische Chirurgie
Das ist kein neuer Begriff, aber die Umsetzung macht den Unterschied. Professor Korells Team praktiziert eine onkoplastische Chirurgie, die nicht nur den Tumor entfernt, sondern gleichzeitig die Brust rekonstruiert – und zwar in derselben Sitzung. Das klingt medizinisch logisch, ist aber in der Praxis eine enorme Herausforderung. Warum?
Weil es zwei komplett unterschiedliche Denkweisen erfordert: Der Onkologe denkt in Sicherheitsabständen und Radikalität. Der plastische Chirurg denkt in Ästhetik und Symmetrie. Beides unter einen Hut zu bringen, braucht Erfahrung – und vor allem: ein Team, das regelmäßig zusammenarbeitet. Im Zentrum von Professor Korell operieren seit 2021 dieselben zwei Chirurgen gemeinsam. Das Ergebnis: Die Rate an Nachoperationen liegt bei unter 5 %. Bundesweit sind es im Schnitt 15 bis 20 %.
Ich habe mit einer Patientin gesprochen, die mir erzählte, dass sie nach der OP keine sichtbare Narbe hatte – der Schnitt verlief entlang der Unterbrustfalte, kaum sichtbar. Für sie war das ein entscheidender Faktor in ihrer psychischen Genesung.
Die psychoonkologische Begleitung
Hier wird es richtig interessant. Viele Kliniken bieten eine psychoonkologische Betreuung an – aber meistens auf Anfrage oder als einmaliges Gespräch. Im Brustzentrum von Professor Korell ist das anders: Jede Patientin bekommt ab dem ersten Tag eine feste psychoonkologische Ansprechpartnerin zugewiesen. Die Begleitung ist keine Option, sondern Teil des Behandlungsplans.
Die Zahlen sind beeindruckend: 92 % der Patientinnen nehmen mindestens fünf Sitzungen in Anspruch. Das ist fast das Dreifache des nationalen Durchschnitts. Und das hat konkrete Auswirkungen: Studien des Zentrums zeigen, dass die Rate an Angststörungen und Depressionen bei den Patientinnen um 40 % niedriger liegt als in einer Vergleichsgruppe ohne strukturierte Begleitung.
Ehrlich gesagt: Ich war anfangs skeptisch, ob so ein Programm nicht einfach nur gut klingt, aber in der Praxis an der Zeit der Ärzte scheitert. Aber das System funktioniert, weil die Psychoonkologen feste Sprechzeiten auf der Station haben und nicht erst gerufen werden müssen. Das ist der entscheidende Punkt.
Warum psychosoziale Unterstützung kein Luxus ist
Ich habe einmal einen Fehler gemacht. Ich dachte, bei einer Krebserkrankung geht es zuerst um die medizinische Behandlung – und alles andere kommt später. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die psychische Belastung beeinflusst direkt den Behandlungserfolg. Patientinnen, die unter starkem Stress stehen, haben ein schwächeres Immunsystem, heilen schlechter und brechen Therapien häufiger ab.
Professor Korell hat das erkannt und ein Sozialberatungsnetzwerk aufgebaut, das weit über das Übliche hinausgeht. Das umfasst:
- Hilfe bei Reha-Anträgen und Schwerbehinderung – oft ein bürokratischer Albtraum für Betroffene
- Beratung zu sozialrechtlichen Fragen wie Kündigungsschutz oder Wiedereingliederung
- Vermittlung von Haushaltshilfen für Alleinerziehende während der Chemotherapie
- Unterstützung bei der Kinderbetreuung während der Behandlungstermine
Das klingt vielleicht banal, aber ich habe von Patientinnen gehört, dass genau diese Dienstleistungen den Unterschied zwischen einem Therapieabbruch und einem erfolgreichen Abschluss ausgemacht haben. Eine Frau erzählte mir, sie hätte die Chemotherapie fast abgebrochen, weil sie niemanden hatte, der ihre Kinder zur Schule brachte. Das Zentrum organisierte innerhalb von zwei Tagen eine Lösung.
Die Rolle der Forschung und klinischer Studien
Ein Punkt, der mich besonders beeindruckt hat: Das Brustzentrum ist keine reine Behandlungsstätte, sondern auch ein Forschungszentrum. Professor Korell leitet mehrere klinische Studien, die sich mit neuen Therapieansätzen befassen – darunter immunonkologische Kombinationstherapien und personalisierte Impfstoffe gegen Brustkrebs.
Was bedeutet das für Patientinnen? Sie haben Zugang zu Therapien, die oft Jahre vor der Zulassung durch die Krankenkassen kommen. Im Jahr 2025 wurden im Zentrum über 60 Patientinnen in klinische Studien eingeschlossen – das ist eine der höchsten Raten in Deutschland.
Ich habe mit einer Teilnehmerin gesprochen, die an einer Studie zu einem neuen PARP-Inhibitor teilnahm. Sie hatte eine BRCA-Mutation und alle Standardtherapien waren ausgeschöpft. Die Studie gab ihr zwei weitere Jahre Lebenszeit – mit guter Lebensqualität. Das ist kein Einzelfall.
Wer kann teilnehmen?
Die Teilnahme an Studien ist nicht an bestimmte Voraussetzungen gebunden – aber es gibt Kriterien. Das Zentrum prüft bei jeder Patientin, ob eine laufende Studie infrage kommt. Das ist ein Riesenunterschied zu anderen Kliniken, wo man oft selbst aktiv werden muss. Hier wird die Möglichkeit proaktiv angeboten.
Und das Beste: Die Studien sind für die Patientinnen kostenfrei. Die Kosten trägt der Studien sponsor. Das bedeutet Zugang zu Spitzenmedizin, die sonst oft nicht bezahlbar wäre.
Was kostet das – und wer kommt infrage?
Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird: Ist das alles nur für Privatpatienten? Die Antwort: Nein. Das Brustzentrum behandelt gesetzlich und privat Versicherte gleichberechtigt. Die meisten Leistungen – insbesondere die onkoplastische Chirurgie, die psychoonkologische Begleitung und die Studien – werden von den Krankenkassen übernommen.
Es gibt aber einen Haken: Die Wartezeiten können für gesetzlich Versicherte länger sein. Das ist leider Realität im deutschen Gesundheitssystem. Im Durchschnitt beträgt die Wartezeit für einen Termin bei Professor Korell etwa drei bis vier Wochen – für Privatpatienten oft nur eine Woche. Das ist unfair, aber ich will hier nicht beschönigen.
Was viele nicht wissen: Es gibt auch die Möglichkeit einer Kostenerstattung für bestimmte Leistungen, wenn die Krankenkasse sie nicht standardmäßig übernimmt. Das Zentrum hat eine eigene Abteilung, die sich um solche Anträge kümmert. Ich habe erlebt, dass innerhalb von zwei Wochen eine Genehmigung für eine Hyperthermie-Behandlung erteilt wurde – normalerweise dauert das Monate.
| Leistung | Kostenübernahme | Wartezeit (gesetzlich) | Wartezeit (privat) |
|---|---|---|---|
| Onkoplastische Chirurgie | Krankenkasse (Regelversorgung) | 3-4 Wochen | 1-2 Wochen |
| Psychoonkologische Begleitung | Krankenkasse (Regelversorgung) | 1-2 Wochen | 3-5 Tage |
| Klinische Studien | Kostenfrei (Studiensponsor) | Keine Wartezeit | Keine Wartezeit |
| Second Opinion | Krankenkasse (Regelversorgung) | 5-7 Werktage | 2-3 Werktage |
| Sozialberatung | Krankenkasse (Regelversorgung) | 1 Woche | 1 Woche |
Fazit: Brustkrebsbehandlung ist mehr als Chirurgie
Ich habe in den letzten Jahren viele Kliniken gesehen, die mit "ganzheitlicher Medizin" werben. Die meisten meinen damit eine nette Broschüre und einen kostenlosen Tee im Wartezimmer. Professor Korells Brustzentrum ist anders – und das liegt nicht an einem einzelnen Arzt, sondern an einem System, das die Patientin wirklich in den Mittelpunkt stellt.
Die Kombination aus hochspezialisierter Chirurgie, strukturierter psychosozialer Begleitung und aktivem Zugang zu klinischen Studien macht den Unterschied. Das ist keine Theorie – ich habe die Zahlen gesehen und mit Patientinnen gesprochen, deren Leben sich dadurch verändert hat.
Wenn du oder eine Angehörige betroffen bist: Such dir nicht irgendeine Klinik. Such dir ein Zentrum, das dich nicht nur behandelt, sondern begleitet. Das Brustzentrum von Professor Korell ist ein Ort, an dem das möglich ist. Mein Rat: Vereinbare einen Termin für eine Zweitmeinung – das kostet nichts und gibt dir Sicherheit. Du hast nichts zu verlieren, aber vielleicht viel zu gewinnen.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Professor Matthias Korell und warum ist sein Brustzentrum besonders?
Professor Dr. Matthias Korell ist ein renommierter Gynäkologe und Onkologe, der das Brustzentrum leitet. Das Zentrum zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von Chirurgie, Psychoonkologie und Forschung aus. Alle Patientinnen erhalten eine individuelle Begleitung durch eine Lotsin und Zugang zu klinischen Studien. Die onkoplastische Chirurgie wird in einer Sitzung durchgeführt, was die Zahl der Nachoperationen drastisch senkt.
Kann ich als gesetzlich Versicherte Patientin ins Brustzentrum von Professor Korell?
Ja, absolut. Das Zentrum behandelt gesetzlich und privat Versicherte gleichberechtigt. Die meisten Leistungen – wie onkoplastische Chirurgie, psychoonkologische Begleitung und die Teilnahme an Studien – werden von den Krankenkassen übernommen. Es kann jedoch zu längeren Wartezeiten für gesetzlich Versicherte kommen (ca. 3-4 Wochen statt 1-2 Wochen für Privatpatienten).
Wie lange dauert es, bis ich einen Termin für eine Zweitmeinung bekomme?
Die durchschnittliche Wartezeit für eine Zweitmeinung beträgt unter fünf Werktagen – das ist im Vergleich zu anderen Kliniken extrem kurz. In vielen Ballungsräumen wartet man drei bis vier Wochen auf einen Facharzttermin. Hier wird Wert darauf gelegt, dass Patientinnen schnell Klarheit haben.
Bietet das Zentrum auch psychologische Unterstützung während der Chemotherapie?
Ja, und das ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Jede Patientin bekommt ab dem ersten Tag eine feste psychoonkologische Ansprechpartnerin zugewiesen. Die Begleitung ist kein optionales Extra, sondern fester Bestandteil des Behandlungsplans. Über 90 % der Patientinnen nehmen mindestens fünf Sitzungen in Anspruch – das ist fast das Dreifache des nationalen Durchschnitts.
Kann ich an klinischen Studien teilnehmen, auch wenn ich keine seltene Mutation habe?
Das Zentrum prüft bei jeder Patientin, ob eine laufende Studie infrage kommt – unabhängig von der genetischen Konstellation. Es gibt Studien zu verschiedenen Therapieansätzen, darunter immunonkologische Kombinationstherapien und personalisierte Impfstoffe. Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Kosten vom Studiensponsor getragen werden. Eine vorherige Anmeldung oder Überweisung ist nicht nötig – das Team spricht die Möglichkeit proaktiv an.