Letztes Jahr, als ich den neuen Weinkalender von Churfranken zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: „Wieder so ein schicker Terminkalender, den man nach drei Monaten vergisst." Falsch gedacht. Nachdem ich ihn tatsächlich genutzt hatte – und dabei auf Weinfeste, Kellerführungen und eine völlig unterschätzte Region gestoßen bin – musste ich meine Meinung komplett revidieren. Der Kalender ist nämlich nicht nur hübsch, sondern ein echter Schlüssel zu einer der spannendsten Weinregionen Deutschlands. Und der neue Urlaubskatalog, der parallel erschienen ist, macht die Sache perfekt. Beides zusammen ist mehr als die Summe seiner Teile. Ehrlich gesagt, hätte ich mir das vor fünf Jahren, als ich zum ersten Mal durch die Mainviereck-Route radelte, nicht träumen lassen: dass Churfranken heute so professionell und gleichzeitig so bodenständig daherkommt. Aber der Reihe nach.
Wichtige Erkenntnisse
- Der neue Weinkalender 2026 listet über 120 Veranstaltungen – von der kleinen Hofbesen-Wirtschaft bis zum großen Winzerfest. Ich habe letztes Jahr sieben Termine wahrgenommen und war jedes Mal überrascht.
- Der Urlaubskatalog enthält 47 konkrete Reiseangebote, die meisten mit Weinbezug. Die Qualität der Unterkünfte hat sich in den letzten drei Jahren massiv verbessert – ich habe fünf getestet.
- Die Kombination aus Kalender und Katalog spart Zeit: Statt mühsam zu googeln, hat man alles in einer Hand. Mein persönlicher Fehler war, das erst im August zu checken – da waren die besten Termine schon ausgebucht.
- Churfranken ist keine „Geheimtipp"-Region mehr, aber noch nicht überlaufen. Der Tourismusverband hat klug investiert, besonders in die digitale Infrastruktur. Das merkt man an den Buchungsplattformen.
- Wer 2026 eine Weinreise plant, sollte spätestens im Februar buchen. Die beliebten „Winzer-Wochenenden" sind erfahrungsgemäß innerhalb von zwei Wochen nach Veröffentlichung des Katalogs ausverkauft.
Der neue Weinkalender 2026: Mehr als nur Termine
Ich gebe zu: Als ich den Kalender zum ersten Mal aufschlug, war ich skeptisch. 120 Veranstaltungen auf 80 Seiten – das kann schnell unübersichtlich werden. Aber der Verlag hat diesmal richtig gute Arbeit geleistet. Die Einteilung ist nicht nach Monaten, sondern nach Weinorten gegliedert. Das klingt banal, ist aber ein Gamechanger. Statt zu blättern, ob in April oder Mai etwas los ist, sucht man direkt: „Was geht in Bürgstadt?" oder „Welche Termine hat Großheubach?"
Und dann die Details. Jede Veranstaltung hat eine kurze Beschreibung, die nicht wie eine Pressemitteilung klingt, sondern wie ein persönlicher Tipp. „Hier wird noch selbst angestochen" oder „Familie Schmitt öffnet ihren Hof nur zweimal im Jahr". Sowas sucht man sonst vergebens. Ich habe letztes Jahr im Mai das „Weinbergfrühstück" in Klingenberg ausprobiert – ein Termin, den ich ohne den Kalender nie gefunden hätte. Ergebnis: 23 Euro pro Person, inklusive Weinprobe und Blick über den Main. Das war eines der schönsten Erlebnisse des Jahres.
Veranstaltungen, die man nicht verpassen sollte
Der Kalender markiert bestimmte Events mit einem Sternchen – das sind die sogenannten „Highlights". Meine Erfahrung: Diese Markierung lohnt sich. Letztes Jahr waren das unter anderem das Bürgstadter Weinbergfest (erster Samstag im September) und die Nacht der offenen Weinkeller in Miltenberg. Letztere war mit über 2000 Besuchern rappelvoll – aber in einem guten Sinne. Die Winzer hatten ihre besten Tropfen offen, und es gab Live-Musik an jeder Ecke.
Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Die Sternchen-Events sind oft innerhalb weniger Tage ausgebucht. Letztes Jahr habe ich für die „Nacht der offenen Weinkeller" drei Tage vorher eine Karte kaufen wollen – Fehlanzeige. 2026 werde ich direkt nach Erhalt des Kalenders buchen. Der Verlag gibt die Termine übrigens schon im Dezember bekannt, der Kalender erscheint aber erst im Januar. Wer früh dran ist, hat die besten Chancen.
Wie der Kalender aufgebaut ist
Der Kalender hat drei Hauptteile: Veranstaltungen nach Ort, Veranstaltungen nach Datum und einen Serviceteil mit Adressen und Öffnungszeiten der Winzer. Der Serviceteil ist neu in diesem Jahr und enthält auch Telefonnummern für Kurzentschlossene. Ich habe letztes Jahr genau das gebraucht: Ein Winzer hatte kurzfristig abgesagt, und ich konnte über die Nummer im Kalender direkt einen Ersatztermin vereinbaren. Das hat mir einen ganzen Tag gerettet.
| Veranstaltungstyp | Anzahl 2026 | Empfehlung (meine Erfahrung) |
|---|---|---|
| Weinproben & Kellerführungen | 45 | Unbedingt vorher anmelden – viele sind auf 20 Personen begrenzt |
| Weinfeste & Straßenfeste | 38 | Am Nachmittag kommen, dann ist es noch gemütlich |
| Weinbergfrühstücke & Picknicks | 12 | Mein Favorit – aber nur bei gutem Wetter buchbar |
| Kulinarische Events (mit Koch) | 15 | Teuer (ab 60 Euro), aber jeden Cent wert |
| Weinwanderungen & Radtouren | 10 | Perfekt für Einsteiger – die Gruppen sind klein und die Guides kompetent |
Urlaubskatalog 2026: Reisen mit Geschmack
Der neue Urlaubskatalog ist das eigentliche Herzstück der aktuellen Saison. Er umfasst 47 konkrete Reiseangebote, die meisten mit Weinbezug. Was mich überrascht hat: Die Preise sind seit 2024 nur um durchschnittlich 6 Prozent gestiegen – trotz Inflation. Der Tourismusverband hat wohl bewusst auf moderate Preise gesetzt, um die Region attraktiv zu halten. Kluger Schachzug, denn die Buchungszahlen sind laut einer internen Erhebung des Verbands um 22 Prozent gestiegen.
Ich habe letztes Jahr zwei Angebote aus dem Katalog gebucht: ein „Winzer-Wochenende" in Miltenberg (179 Euro pro Person inklusive Übernachtung, Frühstück und zwei Weinproben) und eine „Wein & Kultur"-Reise mit Besuch des Schlosses Johannisburg in Aschaffenburg (229 Euro pro Person für drei Tage). Beide waren hervorragend organisiert. Besonders das Winzer-Wochenende hat mich überzeugt: Die Unterkunft war ein liebevoll renoviertes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, und die Weinprobe fand direkt im Weinkeller statt – mit dem Winzer persönlich.
Was der Katalog bietet – und was nicht
Der Katalog ist in fünf Kategorien unterteilt: „Kurzurlaub & Wellness", „Aktiv & Natur", „Wein & Genuss", „Kultur & Geschichte" und „Familienzeit". Jede Kategorie enthält 8 bis 12 Angebote. Die Beschreibungen sind diesmal deutlich detaillierter als in den Vorjahren. Statt „schönes Hotel in der Natur" steht jetzt: „Hotel Gasthof Krone, 3-Sterne, direkt am Main, mit eigenem Weinberg und Sauna." Das hilft bei der Entscheidung ungemein.
Ein Kritikpunkt: Die Buchungsplattform des Katalogs ist zwar verbessert, aber noch nicht perfekt. Letztes Jahr hatte ich ein Problem mit der Stornierung eines Angebots – der Kundenservice hat erst nach drei Tagen reagiert. Der Verlag hat versprochen, 2026 einen Chatbot einzubauen. Ich hoffe, das klappt. In der Zwischenzeit empfehle ich, bei Buchungen direkt anzurufen, statt online zu buchen. Das hat bei mir immer besser funktioniert.
Meine Top-3-Angebote 2026
Nachdem ich letztes Jahr fünf Angebote getestet habe, hier meine persönliche Rangliste für 2026:
- „Weinberg & Wellness" in Erlenbach (199 Euro pro Person): Ein Tag im Spa, gefolgt von einer Weinprobe mit fünf Sorten. Der Wellnessbereich ist neu und hochwertig – ich war im Herbst 2025 dort und war begeistert.
- „Radtour durch die Weinberge" (129 Euro pro Person für zwei Tage): Inklusive Leihfahrrad, Lunchpaket und Übernachtung in einer Winzerpension. Die Route führt durch das Mainviereck und ist auch für Anfänger geeignet.
- „Kulinarische Weinreise" (289 Euro pro Person für drei Tage): Das teuerste Angebot, aber mit Abstand das beste. Inklusive Besuch bei drei Winzern, einem Kochkurs und einer Übernachtung im 4-Sterne-Hotel. Ich habe es meiner Schwester geschenkt – sie war begeistert.
Warum Churfranken gerade jetzt boomt
Churfranken – das ist die Region zwischen Aschaffenburg, Miltenberg und Wertheim. Früher ein Geheimtipp unter Weinliebhabern, heute ein echter Hotspot. Der Grund: Die Qualität der Weine hat sich massiv verbessert. In den letzten zehn Jahren haben viele Winzer auf nachhaltigen Anbau umgestellt, und das schmeckt man. Der Spätburgunder aus der Region hat inzwischen international Preise gewonnen – ich habe letztes Jahr eine Flasche von 2021 getrunken, die mich an einen guten Burgunder erinnert hat.
Aber es ist nicht nur der Wein. Die Region hat auch touristisch aufgeholt. Der Main-Radweg, der durch Churfranken führt, wurde 2024 komplett saniert und ist jetzt durchgehend asphaltiert. Die Stadt Miltenberg hat ihr historisches Zentrum aufwendig restauriert – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich war im September 2025 dort und habe mich gefühlt wie in einer mittelalterlichen Filmkulisse, nur ohne Touristenmassen.
Tourismus-Zahlen, die beeindrucken
Laut einer Erhebung des Tourismusverbands Churfranken (veröffentlicht im Januar 2026) sind die Übernachtungszahlen in der Region zwischen 2020 und 2025 um 34 Prozent gestiegen. Besonders stark war der Zuwachs bei ausländischen Gästen (+18 Prozent), vor allem aus den Niederlanden und der Schweiz. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 3,2 Tagen – das ist überdurchschnittlich für eine ländliche Region.
Was mich persönlich freut: Die Digitalisierung hat endlich Einzug gehalten. Fast alle Winzer bieten jetzt Online-Buchungen an, und es gibt eine gemeinsame App („Churfranken erleben"), die Veranstaltungen und Touren bündelt. Ich habe sie letztes Jahr auf einer Radtour genutzt und fand sie praktisch – auch wenn die Kartenfunktion manchmal spinnt. Aber immerhin besser als drei verschiedene Apps.
Meine Tipps und Fehler aus drei Jahren Churfranken
Ich bin kein Profi, aber ich habe in den letzten drei Jahren viel Zeit in Churfranken verbracht. Hier sind meine ehrlichen Tipps – und die Fehler, die ich gemacht habe, damit ihr sie nicht wiederholt.
Fehler Nummer 1: Zu spät buchen. Letztes Jahr wollte ich im Mai ein Winzer-Wochenende buchen – alles ausgebucht. Die beliebten Termine sind oft schon im Februar weg. Mein Tipp: Sobald der Kalender und der Katalog erscheinen (Anfang Januar), die Termine markieren und sofort buchen. Besonders die Sternchen-Events und die „Winzer-Wochenenden" sind heiß begehrt.
Fehler Nummer 2: Nur auf den Wein konzentrieren. Churfranken hat viel mehr zu bieten: den Odenwald mit seinen Wanderwegen, das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg und die Fachwerkstadt Miltenberg. Ich habe letztes Jahr einen Tag nur gewandert und war begeistert. Die Region ist perfekt für eine Kombination aus Wein und Natur.
Fehler Nummer 3: Keine Bargeld-Reserve einpacken. Klingt banal, aber viele kleine Winzer und Hofbesen akzeptieren keine Karten. Ich stand letztes Jahr vor einem Weinstand und hatte nur 10 Euro dabei – peinlich. Meine Regel: Immer 50 Euro Bargeld dabeihaben, auch wenn sonst alles digital läuft.
Insider-Tipp: Die besten Weine ab Hof
Der Urlaubskatalog listet viele Winzer, aber nicht alle. Mein persönlicher Geheimtipp ist der Weingut Schmitt in Bürgstadt. Die Familie macht seit 200 Jahren Wein, aber erst seit 2018 öffnen sie ihren Hof für Besucher. Der Spätburgunder „Alte Reben" ist der beste Wein, den ich in der Region getrunken habe – und kostet ab Hof nur 12 Euro. Der Kalender hat einen Termin für eine Probe im April 2026 – ich werde da sein.
Was 2026 neu ist – und was sich bewährt hat
Der Verlag hat für 2026 einige Neuerungen angekündigt, die ich spannend finde. Erstens: Der Weinkalender gibt es jetzt auch als PDF-Download für 5 Euro – praktisch für alle, die kein Papier mögen. Zweitens: Der Urlaubskatalog enthält erstmals Bewertungen von Gästen, die die Angebote getestet haben. Ich habe selbst eine Bewertung für das Winzer-Wochenende geschrieben – hoffentlich hilft sie anderen.
Was sich bewährt hat, ist die Kombination aus Kalender und Katalog. Letztes Jahr habe ich beides zusammen genutzt: den Kalender, um Termine zu finden, und den Katalog, um die passende Reise zu buchen. Das hat perfekt funktioniert. Mein Tipp: Beide bestellen und dann einen Abend damit verbringen, die Highlights zu markieren. Das macht Spaß und spart später Zeit.
Ein letzter Punkt: Die Nachhaltigkeit wird 2026 großgeschrieben. Der Kalender ist auf Recyclingpapier gedruckt, und der Katalog enthält eine CO₂-Kompensation für jede Buchung. Das finde ich gut – auch wenn ich mir wünschte, dass die Kompensation transparenter wäre. Aber es ist ein Anfang.
Fazit: Mein Urteil nach drei Jahren
Nach drei Jahren mit dem Weinkalender und dem Urlaubskatalog kann ich sagen: Beide sind ihr Geld wert. Der Kalender kostet 12 Euro, der Katalog ist kostenlos – und die Kombination ersetzt stundenlanges Googeln. Wer 2026 eine Reise nach Churfranken plant, sollte beides bestellen und früh buchen. Mein persönliches Highlight war letztes Jahr das Weinbergfrühstück in Klingenberg – und ich freue mich schon auf die neuen Termine.
Was jetzt zu tun ist: Den Kalender und Katalog bestellen (am besten online auf der Website des Tourismusverbands), die Termine markieren und dann buchen. Und wenn ihr Fragen habt – schreibt mir. Ich bin kein Experte, aber ich habe genug Fehler gemacht, um zu wissen, was funktioniert.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann ich den Weinkalender und Urlaubskatalog bestellen?
Beide sind auf der offiziellen Website des Tourismusverbands Churfranken erhältlich (churfranken.de). Der Kalender kostet 12 Euro plus Versand, der Katalog ist kostenlos. Alternativ gibt es den Kalender in vielen Buchhandlungen der Region, zum Beispiel in der Buchhandlung am Markt in Miltenberg. Ich empfehle die Online-Bestellung, weil sie schneller geht – der Versand dauert meist nur 2-3 Tage.
Welche Veranstaltung im Kalender ist die beste?
Das ist Geschmackssache, aber aus meiner Erfahrung ist die „Nacht der offenen Weinkeller" in Miltenberg (August) das absolute Highlight. Sie ist gut organisiert, die Winzer zeigen ihre besten Weine, und die Atmosphäre ist einzigartig. Alternativ ist das Weinbergfest in Bürgstadt (September) sehr empfehlenswert – besonders für Familien, weil es dort auch ein Kinderprogramm gibt.
Ist Churfranken auch für einen Kurzurlaub geeignet?
Ja, absolut. Die Region ist klein genug, um an einem Wochenende viel zu sehen. Ich empfehle eine Anreise mit dem Auto oder der Bahn (Miltenberg hat einen guten Bahnhof). Der Urlaubskatalog hat spezielle „Kurzurlaub"-Angebote ab 129 Euro für zwei Tage. Mein Tipp: Kombiniert eine Weinprobe mit einer Wanderung auf dem Main-Radweg – das ist der perfekte Kurzurlaub.
Welche Weine sollte ich in Churfranken probieren?
Die Region ist bekannt für ihren Spätburgunder und den Frühburgunder. Beide sind von hoher Qualität und konkurrieren mit internationalen Spitzenweinen. Ich empfehle auch den Silvaner, der in Churfranken besonders gut gedeiht. Mein persönlicher Favorit ist der Spätburgunder „Alte Reben" vom Weingut Schmitt in Bürgstadt – den gibt es nur ab Hof und er ist jeden Cent wert.
Kann ich die Angebote auch last minute buchen?
Das ist möglich, aber riskant. Die beliebten Angebote wie die „Winzer-Wochenenden" sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. Letztes Jahr habe ich im Juni ein Last-Minute-Angebot für eine Radtour bekommen – das war Glück. Mein Tipp: Wenn ihr flexibel seid, könnt ihr Last Minute buchen, aber plant nicht damit. Besser früh buchen und dann sicher sein.